Fruchtcocktails für krebskranke Kinder

Universität Bielefeld
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Einmal in der Woche heißt es auf der Kinderkrebsstation 24d an der Kinder- und Jugendklinik München Schwabing „Fruchtalarm“! Gemeinsam mit dem „Fruchtalarm“-Team mixen die jungen Patienten fruchtige (und natürlich alkoholfreie) Cocktails an der mobilen, fröhlich bemalten Bar. Mit verschiedenen Säften und Nektaren, einer Auswahl an Sirup-Sorten und Eiswürfeln, werden bunte und geschmacksintensive Fruchtcocktails kreiert. Die Kinder und Jugendlichen werden auf diese Art aktiv und es entsteht ein wichtiges soziales Miteinander. So beschert das geschulte „Fruchtalarm“-Team den jungen Patienten einen fröhlichen, anregenden und fruchtigen Nachmittag. 

Und es steckt noch mehr dahinter


Es geht primär um den Spaß an der Sache, jedoch mit einem sehr wertvollen Hintergrund, denn durch die chemotherapeutische Behandlung verändert sich im Laufe der Therapie immer wieder der Geschmacks- und Geruchssinn der jungen Patienten. Die wichtige Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme ist dadurch erschwert und häufig lehnen die Kinder diese vollständig ab. Das einstige Lieblingsessen schmeckt von einem auf den anderen Tag nicht mehr und die gerade bestellte Pizza ist bei der Lieferung auch schon wieder aus dem Rennen. Essen und Trinken wird zur leidigen Pflicht. Die Fruchtcocktails stimulieren hingegen alle Sinne, besonders aber die Geschmacks- und Geruchsnerven. Zudem kann die Motivation zum Trinken gesteigert werden. Die regelmäßigen Besuche des „Fruchtalarm“-Teams auf den onkologischen Stationen bieten den kleinen Patienten daher eine willkommene Gelegenheit, ihren durch Strahlen- und Chemotherapie bestimmten Klinikalltag ein Stück abwechslungsreicher und selbstbestimmter zu gestalten. 

Aufgrund einer betroffenen Familie, die gegen die Krankheit ihres achtjährigen Sohnes kämpfte, entstand die Idee „Fruchtalarm“ und startete im Jahr 2010 im Bielefelder Kinderkrankenhaus in Bethel. Schnell zeigte sich die positive Wirkung, die das Projekt ausmacht, sodass die Vision entstand, „Fruchtalarm“ auf allen 57 Kinderkrebsstationen in Deutschland zu etablieren. Seit dem heißt es nun auch wöchentlich in Münster, Minden, Hamburg, Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Mainz, München und in Göttingen „Fruchtalarm“! 

Du musst kein Obst sein, um zu helfen! 


Am 10. April 2015 startete der „Fruchtalarm“ auch auf der Kinderkrebsstation im Klinikum München Schwabing. Das Münchner Fruchtalarmteam sorgt jeden Freitag für ein besonderes Highlight im Alltag der kleinen Patienten. Das Projekt ist rein spendenfinanziert. Die Projektumsetzung auf den Kinderonkologien kann nur durch die Unterstützung von Menschen und Unternehmen realisiert werden, die sagen: „wir wollen helfen“. Soziale Trägerin des Projektes ist seit 2012 die von Laer Stiftung in Bielefeld. 


Infos unter: www.fruchtalarm.info & www.facebook.com/ProjektFruchtalarm 

Ansprechpartnerin: Daniela Krautz, Mail: d.krautz@fruchtalarm.info


unser beitrag

Mit einer Spende i. H. v. 1000 € haben wir die Kosten für die Erstausstattung des Klinikums München Schwabing mit übernommen und so einen wichtigen Beitrag dahingehend geleistet, dass das Projekt auch in Bayern Fuß fassen kann.


Gerne möchten wir auch in Zukunft das Projekt am Klinikum finanziell unterstützen - nutzt gerne dazu unser Spendenkonto.


Schon jetzt vielen Dank für euer Mitwirken!


„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

                                                                                        - Martin Luther King -